Der Hochzeitsmorgen - das perfekte Getting Ready

Mit eurem Hochzeitsmorgen beginnt er - euer großer Tag. Das Getting Ready ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil des Hochzeitstages geworden und verdient den Respekt auch voll und ganz. Doch leider ist das auch einer der Punkte, der sehr schnell nicht nach den Inspirationen auf dem Pinterest Board aussieht - wegen kleinen Planungsfehler, die sich eigentlich mit wenig Aufwand vermeiden lassen. Mehr dazu gibt es in diesem Beitrag.

Die Bedeutung vom Getting Ready

Das Getting Ready eröffnet euren Hochzeitstag - aufgeregt, unausgeschlafen und voller Vorfreude geht es in großen Schritten Richtung Hochzeits Look. Besonders bei den Bräuten ist das Getting Ready ein großer Programmpunkt am Hochzeitstag, da Haare und Make-up aufwendig gemacht werden und die schönen Kleider nicht mal eben angezogen sind.

Am Hochzeitsmorgen geht es aber auch um viel mehr, als nur das reine Styling für die Hochzeit. Es ist ein großer Schritt im Leben eines jeden Brautpaares und symbolisiert auch einen Abschied - von einem Leben als Junggeselle und für viele auch ein Abschied aus dem Elternhaus. Obwohl die meisten Paare vor der Hochzeit bereits zusammen leben, wirft einen dieser Tag oft in die Rolle des Kindes zurück. Entsprechend emotional werden die ersten Stunden der Hochzeit und leiten den Ton für eine tränenreiche Trauung ein.

Eine Frau in einem glitzernden Hochzeitskleid zieht sich die Schuhe an vor einem Soiegelschrank

Final Steps vor dem großen Moment

Gleichzeitig kann das Getting Ready auch ein stimmungsvoller Start sein - eine gute Playlist, knallende Sektkorken und Gelächter und den Herzenswünschen, die diesen besonderen Moment in deinem Leben begleiten dürfen.

Ganz egal, auf welcher emotionalen Ebene ihr das Getting Ready habt, dieser kleine Zeitraum ist voller Gefühle, an die ihr euch später gerne zurückerinnern werdet.

Perspektivenwechsel

Während sich die Braut mit ihren Freundinnen, Brautjungfern und der Trauzeugin fertig macht, Tränen und Prosecco vergisst, macht der Bräutigam… was eigentlich?

Mann im Anzug schließt gerade seine Uhr

Bräutigam beim Getting Ready in einem Airbnb in Stuttgart Bad-Cannstatt

Die Bilder vom Getting Ready sind die einzige Möglichkeit für euch, später zu sehen, wie es dem jeweils anderen am Hochzeitsmorgen ging. Und ich kann hier aus Erfahrung sprechen, dass es wirklich sehr schön ist, im Nachhinein einen Einblick zu bekommen, wie aufgeregt, angespannt und gut gelaunt mein Anto war, bevor er sich auf den Weg zu unserer Hochzeit gemacht hat.

Was braucht man für ein gelungenes Getting Ready?

Um mal zum Kern des Beitrages zu kommen, möchte ich einmal darüber sprechen, warum das Getting Ready nicht immer wie auf Social Media aussieht.

Die Wahl des Ortes bestimmt maßgeblich die Atmosphäre. Während manche sich in ihrem eigenen Zuhause am wohlsten fühlen, lohnt es sich für viele Paare, über ein Hotelzimmer oder ein stilvolles Airbnb nachzudenken.
Nicht, weil es „perfekt“ wirken soll – sondern weil ein großzügiges, helles und ästhetisch eingerichtetes Umfeld automatisch Ruhe schafft und Freiraum bietet.

Bild von einem schlichten Brautkleid, wie es an einem Kleiderbügel an einem dunkeln Kleiderschrank hängt. Rechts stehen die goldenen Brautschuhe auf einer weißen Kommode mit vier Schubladen

Die Ruhe vor dem Sturm - das Getting Ready zeigt alle Details des Brautlooks

Damit die Fotos von eurem Getting Ready besonders schön werden, ist es sinnvoll, einen Raum zu wählen, der hell, modern (oder zumindest zeitgemäß) und sauber ist. Denn selbst wenn auf den Bildern nur kleine Ausschnitte des Raumes zu sehen sind, haben sie eine starke Wirkung auf das Gesamtbild.

Extras

Jetzt kommen wir zum spannenden Teil: die Extras!

Weiße Seiden-Mäntel mit dem “Braut” Schriftzug sind allerseits bekannt und trotzdem machen sie so viel aus. An meiner eigenen Hochzeit habe ich keinen gekauft, weil ich sowieso schon einen schwarzen Kimono hatte, der nie zum Einsatz kam, also habe ich einfach eine Weste und ein Hemd auf Schulterhöhe gezogen und you know that? Es sah absolut daneben aus. Es geht bei solchen Spielereien nicht immer nur darum, dass es total im Trend und ein Nice-to-have ist. Solche Kleinigkeiten können die Ästhetik eines Bildes maßgeblich beeinflusse.

Ein Hoch auf diesen wundervollen Tag? Ja, bitte! Dazu noch ein schönes Glas mit einem “Braut”-Band? Besser geht es nicht!

Kleine Details machen die Foto noch persönlicher, noch aufregender und abwechslungsreich. Auch Hausschuhe, Kosmetiktaschen oder andere Artikel, die in irgendeiner Form besonders sind, ziehen unsere Aufmerksamkeit an und sorgen dafür, dass ihr euch beim Ansehen eurer Hochzeitsbilder in den Details verliert.

Offensichtlich - und trotzdem vergessen

  • gute Musik

  • und einen Lautsprecher mit vollem Akku!

  • dein Lieblingsfrühstück (darf auch gerne von der Trauzeugin / Brautjungfern organisiert werden!)

  • eine Überraschung von den Freundinnen oder dem Bräutigam / der Braut

Halbkörper Aufnahme eines Mannes, der sich den Anzug zu knöpft

Getting Ready at Home

Mit wem du diesen Moment teilst

Das Getting Ready ist einer der persönlichsten Schritte des Hochzeitstages. Es gibt kein richtig oder falsch – nur das, was sich für dich stimmig anfühlt.

Manche Bräute lieben es, im Kreis ihrer liebsten Menschen zu starten: voller Stimmen, Lachen, kleinen Momenten des Chaos und einem Gefühl von Gemeinschaft. Andere entscheiden sich bewusst für Ruhe – nur mit den engsten Bezugspersonen oder sogar ganz alleine.

Beides ist richtig.
Beides kann wunderschön sein.

Der Punkt ist: Du setzt den Ton. Du entscheidest, ob der Morgen energiegeladen, tief, leise, ausgelassen oder emotional wird. Deine Wahl der Menschen prägt den Charakter dieses Moments stärker als jedes Detail der Planung.

Nahaufnahme, wie einer Brau mit Hochsteckfrisur ein Kleid m Nacken verschlossen wird

ob in Ruhe oder mit Party: das Getting ready ist ein besonderer Moment

Zwischen Aufregung und Tiefe – Raum für echte Emotionen

Das Getting Ready ist ein Moment voller Ambivalenzen: Vorfreude, Nervosität, Dankbarkeit, Aufregung. Er kann tief berühren – oder laut, fröhlich und voller Energie sein.

Das Entscheidende ist, dass dieser Raum erlaubt, was für dich richtig ist.
Nicht was Pinterest sagt.
Nicht was „man“ üblicherweise tut.

Sondern das, was deiner Persönlichkeit entspricht.

Viele Bräute erleben den Morgen intensiver, wenn sie bewusst entschleunigen: ein kleines Frühstück, ein paar Minuten Stille, ein vertrauter Duft, ein kurzer Blick in den Spiegel, bevor der Tag beginnt.
Andere tanken Kraft durch ihre Freundinnen – durch Gelächter, Geschichten und die besondere Dynamik, die nur dieser Kreis entfalten kann.

Ein bewusst gewählter Auftakt

Das perfekte Getting Ready ist nicht perfekt, weil alles glattläuft, weil die Deko stimmt oder weil jedes Detail geplant wurde.
Es ist perfekt, wenn du dich darin wiederfindest.

Der Hochzeitstag ist lang, intensiv und wunderschön. Das Getting Ready ist dein private Auftakt dazu. Und je bewusster du ihn gestaltest, desto klarer, leichter und besonderer wird der gesamte Tag beginnen.

Ein Bild von einem Mann, der sich im Spiegel die Fliege seines Anzugs richtet

AL -Weddings - Hochzeitsfotografen aus Stuttgart

Wir sind übrigens AL Weddings - Anto & Valentina. Wir sind Hochzeitsfotografen aus Stuttgart und begleiten Brautpaare mit einem Mix aus inszenierter und dokumentarischer Hochzeitsfotografie im Editorial / Cinematic Stil.

Für 2026 haben wir noch freie Samstage, meldet euch gerne über das Kontaktformular auf unserer Homepage.

Wir freuen uns auf euch!

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